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Kontakt

Michael Grabner
Email:michael.grabner@boku.ac.at
Telefon: (0043)(0)1-47654-4268

Arbeitsgruppe für Jahrringanalyse und historische Holzverwendung

Universität für Bodenkultur, Tulln Institut für Holztechnologie und nachwachsende Rohstoffe


Konrad Lorenz Straße 24
3430 Tulln

Prähistorischer Salzbergbau in Hallstatt

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In der Archäologie spielen Holzfunde eine eher weniger prominente Rolle, dies auch deshalb weil Holzfunde in größerem Umfang selten gemacht wurden. Völlig anders stellt sich jedoch die Situation im prähistorischen Salzbergbau in Hallstatt dar. Zu einem gibt es eine Unzahl an Holzfunden, die durch die Konservierung im Salz perfekt erhalten blieben, und anderseits wurden seit den Grabungen im späten 19.Jhdt. die Holzfunde sorgfältig archiviert. Es steht nun ein Archiv an Holzfunden beginnend in der Bronzezeit (rund 1250 vor Christi Geburt) bis hin zur Römerzeit (ca. 2.Jhdt. AD) zu Verfügung.

Das Salzbergwerk und das prähistorische Gräberfeld in Hallstatt, OÖ, sind Österreichs bedeutendste archäologische Fundstätten. Die Funde aus dem früheisenzeitlichen Gräberfeld waren ausschlaggebend für die Benennung einer ganzen Epoche der europäischen Geschichte nach diesem Ort – Hallstatt Zeit, 8. – 4. Jhdt v. Chr. Die beschriebenen Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf den bronzezeitlichen Salzbergbau, und zwar auf die Grabungen im Alten Grubenoffen, Christian-Tusch-Werk.

In diesem bronzezeitlichen Abbaubereich graben die Archäologen des Naturhistorischen Museums in Wien seit 14 Jahren. Es wurden mehr als 500 Proben genommen, die Holzart bestimmt und dendrochronologische bearbeitet.

Zur Erstellung der passenden Referenzchronologie mussten im Wasser des Schwarzen Sees (Dachstein) und im feuchten Milieu des Hochmoores Karmoos (Hallstatt) konservierte Baumstämme geborgen und beprobt werden.

Alle Hölzer zusammenfassend konnte eine Chronologie zurück bis in das Jahr 1526 v. Chr. erstellt werden.